Winterreifen sind besonders füsr trockene, feste Schneedecken und bis an gewisse Grenzen für Eisflächen geeignet. Winterreifen haben eine besondere kältetaugliche Gummimischung mit einem hohen Silica- oder Naturkautschukanteil. Dadurch haben sie bei kälteren Temperaturen eine bessere Bodenhaftung, weil das Gummigemisch nicht aushärtet. Diese eher weiche Gummimischung macht es notwendig, das Winterreifen mit 0,2-0,3 bar mehr Reifendruck gefahren werden, als es vom Fahrzeughersteller angegeben ist. Winterreifen sind mit Blick auf Bremsverhalten, Lenk- und Beschleunigungsverhalten in der kalten Jahreszeit überlegen. Sie haben ein Profil mit vielen kleinen Lamellen, die sich mit der Schneedecke verzahnen können und so für eine gute Bodenhaftung sorgen.
Zu beachten ist darüber hinaus die richtige Profiltiefe. Mindestens 1,6 mm Profiltiefe sind gesetzlich vorgeschrieben. Doch insbesondere bei Winterreifen raten Experten zu einem Profil von mindestens 4 mm oder mehr. Denn nur bei ausreichender Profiltiefe kann sich der Reifen beim Fahren selbst von Matsch und Schnee reinigen und greift gut. Eine niedrigere Profiltiefe kann demnach dazu führen, dass das Auto ins Schlingern und Rutschen gerät. Winterreifen sollten nicht älter als 6 Jahre alt sein. Dabei ist es egal, welche Profiltiefe sie noch aufweisen. Ab einem Reifenalter von 6 Jahren steigt das Risiko, dass die Gummimischung des Reifens aushärtet. Dann muss mit einer nachlassenden Fahrleistung bei Schnee und Eis gerechnet werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die korrekte Lagerung der Winterreifen.